Rainer Kunst

Unternehmer

Rainer Kunst ist Unternehmer, weil er am liebsten die Ärmel hochkrempelt und etwas unternimmt. Dabei folgt er seinen Leidenschaften und macht alles, was ihm Spaß macht.

PV:
Es gibt den Begriff serial entrepreneurship. Trifft das auf dich und deine Aktivitäten zu oder hast du einen anderen Begriff für dein munteres Treiben?
RK:
Das ist tatsächlich eine Frage, über die ich auch schon nachgedacht habe. Ich habe mir irgendwann auf meine Visitenkarte einfach Unternehmer drauf schreiben lassen. Vorher stand da immer CEO. Aber was ich mache ist ja tatsächlich serial entrepreneurship. Es gibt diverse Firmen und dieser Titel beschreibt am besten was ich tue.
PV:
Wo bist du überall aktiv?
RK:
Ich habe mir irgendwann auf meine Visitenkarte einfach Unternehmer drauf schreiben lassen.

Der Kern ist nach wie vor die Kommunikationslandschaft. Was früher mal klassische Werbung war, woher wir uns ja auch kennen. Das ist nach wie vor der größte Part innerhalb der Firmengruppe und heißt Kunst und Kollegen. Dann gibt es noch Kunst & Denker, den Galeriebetrieb, wo ich mich mit Meike Denker zusammengetan habe. Mir hilft es immer mich mit Leuten zusammen zu tun, die in ihrem Fachgebiet exzellent sind, was die Meike ja ist. Für den Bereich Fotografie steht das schon früher mal gegründete Label so what gallery, das aus meinem Interesse an Fotografie und Fotokunst entstanden ist. Wir haben das bei Kunst & Denker integriert. Das ist der Kunstbereich.
Dann gibt es die Firma Kunst und Konstruktion. Das ist das Thema Architektur, räumliches Gestalten, Arbeitswelten. Da gibt es eine fest angestellte Architektin und freie Architekten mit denen wir arbeiten und es gibt Eduard, unseren Mann fürs Grobe, wie wir immer sagen. Das Thema räumliches Gestalten finde ich insofern auch spannend, weil das eine ganz andere Haltbarkeit hat. Wenn man wie ich aus der klassischen Werbung kommt, weiß man, wie schnell alles überholt ist. Das gleiche gilt für die neuen Medien, Websites, die auch nur noch eine Haltbarkeit von drei Jahren haben und dann schon wieder völlig überholt aussehen. Da ist natürlich bei Architektur schon etwas komplett Anderes.

PV:
Du hast das Stichwort Arbeitswelten genannt, denkt ihr Arbeitswelten neu?
RK:
All das, was ich in mir trage an Neugier und Offenheit für neue kreativen Möglichkeiten, möchte ich an diesem Ort vereint wissen.

Ja. Wir machen es natürlich erstmal für uns, weil die ganzen Firmen mit ihren unterschiedlichen kreativen Gewerken in einer riesigen Location ihren Platz finden werden. Mir liegt sehr am Herzen, dass da ein Austausch stattfindet. All das, was ich in mir trage an Neugier und Offenheit für neue kreativen Möglichkeiten, möchte ich an diesem Ort vereint wissen. Wir sind mit Vitra im Gespräch, die das Projekt mit begleiten wollen. Das ist natürlich super. Das Ganze wird einen Dachnamen haben, Flora & Fauna. Einmal wegen der Adresse Florastraße und zum anderen, weil es der gegenseitigen Bereicherung und Befruchtung dienen soll. Dem Austausch dienen dann ein Restaurant und ein gemeinsamer Essraum. Das finde ich persönlich sehr wichtig.

PV:
Dann gibt es noch die CreativeMornings.
RK:
Das ist eine nicht kommerzielle Geschichte.
PV:
Aber da bist du doch auch aktiv, oder?
RK:
Ja, natürlich. Auch da wieder mit einem Team, das meine Frau leitet. Ende Februar ist das dritte Jahr zu Ende. Ich finde die creative mornings extrem bereichernd, weil wir dabei so viele Leute kennen gelernt haben, unfassbar. Wir hatten tolle Redner, tolle Locations. Das ist total faszinierend. Das wird auch so zurückgespielt. Die Leute finden es sehr angenehm, dass man ihnen einfach etwas gibt, sie anregt. Das ist aber auch so ein Ding, wo sich die Leute austauschen und vernetzen. Das funktioniert sehr gut.
Dann gibt es demnächst ein neues Thema: Unternehmensberatung, Innovationsberatung, Strategie, wo wir auch wieder mit zwei Experten Unternehmen begleiten zu den Themen digitale Transformation, Produktentwicklung, Innovations-kultur. Zusätzlich haben wir ein Tool entwickelt, das Produkte nicht nur schnell auf den Markt bringt, sondern auch mit einem schnell aufgesetzten Markenmodell versieht, ohne ein Riesenfass aufmachen zu müssen.
PV:
Was treibt dich an, Neugier?
RK:
Tatsächlich interessiert mich sehr vieles. Ich lese unglaublich viel, im Netz natürlich. Aber ich bin auch jemand, der nach wie vor sehr viele Zeitschriften kauft. Ich war am Wochenende noch am Flughafen in einem Zeitschriften-Kiosk. Ich könnte den ganzen Tag Zeitschriften lesen. Das Thema gibt es ja auch noch. Seit geraumer Zeit machen und gestalten wir das Magazin Königsallee.
PV:
Du bist da in einer Initiative tätig?
RK:
Ja, es gibt die Interessengemeinschaft Königsallee, die die Vermarktung der Königsallee vorantreibt. Wir haben dafür, mit Peter Jung zusammen, eine Vermarktungsgesellschaft gegründet. Im nächsten Jahr werden wir noch ein Wirtschaftsmagazin für Düsseldorf rausbringen, für das wir gerade einen Namen suchen. Das wird als Printobjekt erscheinen, aber auch als Online-Magazin funktionieren. Das hat eine andere Aktualität als so ein Magazin wie Königsallee. All diese Themen, Medien, Kommunikation, Kultur, Kunst, Architektur haben mich Zeit meines Lebens begleitet. Es gibt schon noch andere Felder wie Musik und Film. Aber eins nach dem anderen.
PV:
Bist du mit Leidenschaft unterwegs?
RK:
Ich habe Spaß daran Dinge voran zu treiben.

Ja. Ich bin jetzt seit 2004 Unternehmer. Ich genieße diese Freiheit, Dinge entdecken und ausprobieren zu können, total. Es klappt nicht alles, muss man auch ganz klar sagen, aber ich probiere aus und dann sehe ich, ob es funktioniert oder nicht. Ich habe Spaß daran Dinge voran zu treiben, zu entwickeln und groß zu machen. Das mache ich leidenschaftlich gern.

PV:
Bist du ein vertrauensvoller Mensch? Hast du Vertrauen ins Leben?
RK:
Wenn es mal komplett scheitern würde, dann verkloppen wir alles und fangen irgendwo wieder neu an.

Ja, denn ohne das geht es nicht. Meine Mutter hat heute Geburtstag und meinen Vater gibt es ja auch noch. Die sind über 50 Jahre verheiratet und meine Geschwister und ich sind in einer stabilen Umgebung aufgewachsen, da kriegst du erstmal so ein Grundvertrauen mit auf den Weg und ich persönlich lebe auch in einem sehr stabilen Umfeld mit meiner Frau und unseren Mädels. Wenn es mal komplett scheitern würde, sagt meine Frau Lisa, die im Kopf total unabhängig ist, dann verkloppen wir alles und fangen irgendwo wieder neu an. So eine Einstellung musst du aber haben, sonst kannst du das ja nicht machen.
Wenn du verkrampfst hast du schon verloren. Ich versuche dann eher in die Ferne zu blicken und sehe dann wo es hingehen kann. Dazu brauchst du natürlich ein Stück Stabilität und Vertrauen in dich selbst, sonst funktioniert das nicht.

PV:
Neugier haben wir. Interesse an vielen Dingen. Innere Stabilität. Was bringst du für das Unternehmertum noch mit?
RK:
Freude am Experimentieren. Diese Neugier an Offenheit. Wir waren letzte Woche einen Tag in Prag. Wir machen jedes Jahrmit der Agentur eine Reise zu Weihnachten in irgendeine Stadt. Ich habe da noch mal gesagt, dass für uns alle, für jeden einzelnen total wichtig ist, sich so eine Neugier und Offenheit zu bewahren. Auch die Herausforderung zu suchen. Unser Leben ändert sich permanent weiter. Das treibt mich irgendwie an und das versuche ich den Leuten mitzugeben.
PV:
Was hat den Ausschlag gegeben für deinen Schritt ins Unternehmertum?
RK:
Der Reini Weber von der Werbeagentur Weber, Hodel, Schmid in der Schweiz, hat mich zum Geschäftsführer gemacht, da war ich gerade mal 32. Das hat mich eigentlich versaut, weil ich sehr früh sehr viel Entscheidungsfreiheit hatte. Ich war verantwortlich für einen Laden mit 40 Mann und konnte die Dinge, die ich für richtig hielt, einfach machen. Wenn man daran einmal Spaß gefunden hat, lässt einen das nicht mehr los.
PV:
Es geht also ums selber machen und selber bestimmen?
RK:
Ärmel hochkrempeln und machen.

Ja, Ärmel hochkrempeln und machen. Ich bin so ein Typ, ich will dann auch machen. Das Theoretisieren ist nicht so meins.

PV:
Wenn du machst, folgst du dann einer Strategie oder gehst du nach dem reinen Lust-Prinzip?
RK:
Ist schon stark aus dem Bauch heraus. Mittlerweile kommt natürlich die Erfahrung dazu, dass und wie sich solche Geschäftsmodelle rechnen müssen. Aber ich mache Dinge auch einfach, weil ich Bock drauf habe. Ich lese gerne Zeitschriften und aus der Initiative Königsallee ergab sich die Möglichkeit selber Magazine zu machen. Dann steigst du ein, merkst auch wo die Schwierigkeiten sind. Aber es kommt schon sehr aus dem Bauch heraus.
PV:
Und wo liegen für dich als Unternehmer die größten Herausforderungen?
RK:
Du musst jeden Tag am Ball bleiben. Eigentlich bin ich permanent auf Sendung.

Ganz konkret im Tagesgeschäft, weil du ja nie nachlassen kannst. Du musst jeden Tag am Ball bleiben. Eigentlich bin ich permanent auf Sendung. Ich kann mich schon ganz gut entspannen. Aber als Familienunternehmen, das wir am Ende ja sind, spielt spielt das bei uns schon eine sehr große Rolle. und ist eine permanente Herausforderung. Das ist auch mit ein Grund, warum unsere Privtadresse identisch ist mit unserer Unternehmensadresse. Was schon da ist und was hier alles noch entstehen soll ist schon sehr eng mit uns als Familie verbunden.

PV:
D.h. es gibt gar keine Trennung zwischen privat und beruflich?
RK:
Doch, die gibt es schon. Ich halte mir die Wochenenden ganz bewusst für die Familie frei. Mit kleinen Kindern ist es schon schwierig überhaupt mal Ruhe zu haben und an den Rechner zu kommen. Aber die Wochenenden sind der Familie vorbehalten. Es ist ganz selten, dass ich mal am Wochenende nicht da bin. Ich bin in der Woche viel unterwegs, auch mit Lisa zusammen, muss man sagen. Du kannst hier in Düsseldorf jeden Abend auf irgendeine Veranstaltung gehen.
PV:
Du bist ja auch sehr präsent.
RK:
Ja, es macht mir aber auch Spaß, muss ich sagen. Ich vernetze gerne Leute, bringe Leute gerne zusammen und lerne auch gerne Leute kennen. Ich habe einfach so eine Offenheit, auch da.
PV:
Wie sieht denn dein Tagesablauf aus?
RK:
Morgens, kurz nach sechs geht der Wecker. Die Kinder fertig machen und zur Schule bringen. Seitdem beide in die Schule gehen, bin ich früh am Schreibtisch. Um halb neun sitze ich dann auch da. Die halbe Stunde, bevor alle eintrudeln, die genieße ich, weil man dann einfach mal ein bisschen Zeit für sich hat, um Dinge zu sortieren. Ab dann bin ich ständig in Meetings, treffe oder besuche Leute. Mittlerweile trage ich mir bewusst Schreibtischzeiten im Kalender ein, weil ich natürlich irgendwann auch all das Zeug, das sich darauf ansammelt, mal abarbeiten muss. Das setzt mich am meisten unter Druck. Ich will ganz viele Dinge machen, aber renne dann eigentlich schon wieder zum nächsten Termin. Deswegen sitze ich öfter auch abends da.
PV:
Jetzt hast du deine Frau des Öfteren erwähnt. Was ist Lisa für dich? Muse, Beraterin, Geschäftspartnerin?
RK:
Eine Mischung aus allem würde ich sagen. Die groben geschäftlichen Dinge, die stimme ich natürlich mit ihr ab. Nicht die Einzelheiten des Tagesgeschäftes. Aber sie ist schon meine Beraterin in vielen persönlichen, zwischenmenschlichen Beziehungen im Arbeitsumfeld, weil sie die Leute auch alle kennt. Wir tauschen uns viel darüber aus. Sie stutzt mich auch zurecht. Sie sagt mir auch, wenn ich Dinge einfach nicht gut mache.
PV:
Macht das sonst keiner?
RK:
Ich arbeite gern mit Frauen zusammen, weil sie im Umgang realistischer sind.

Doch, auf jeden Fall. Lisa macht das gut und respektvoll. Ich finde das wichtig. Auch die Leute in der Agentur sind keine Ja-Sager. Im Gegenteil. Wir frotzeln da auch ziemlich rum und die können auch ordentlich austeilen. Tue ich dann auch, aber das beruht schon auf Gegenseitigkeit. Lisa ist da schon noch mal in einer besonderen Situation, weil sie sehr nah dran ist. Und sie ist in allem eine große Stütze. Wir sind ein Familienunternehmen. Wir haben zwei Kinder, die haben auch ihr Recht wahrgenommen zu werden. Da macht sie mehr als ich. Deswegen sind mir die Wochenenden auch so heilig.

PV:
Arbeitest du lieber mit Frauen oder Männern zusammen?
RK:
(lacht) Bei uns sind überwiegend Frauen beschäftigt. Ich arbeite gern mit ihnen zusammen, weil sie im Umgang realistischer sind. Außerdem sind sie in der Zusammenarbeit besser, effizienter und organisierter. Das macht den Alltag sehr viel angenehmer.
PV:
Wenn du zurückblickst, würdest du heute etwas anders machen?
RK:
Nein, eigentlich nicht. Ich finde es nach wie vor wichtig Dinge auszuprobieren.
PV:
Hast du konkrete Ziele für die Zukunft
RK:
Ich würde gerne diese Gruppe, diese Medienkommunikationskunstgruppe noch weiter ausbauen. Ich glaube, dass in dieser Welt einfach unglaublich viel drin steckt, was mir und den Leuten Spaß macht. Das ist eine gegenseitige Bereicherung. Es gibt Kunden mit denen kannst du über Kunstprojekte reden, die aber auch gleichzeitig Kommunikation brauchen oder Architektur. Am Ende kommt alles zusammen. Ich möchte weiter so ein gutes Klima mit meinen Leuten haben. Das ist mir sehr wichtig.

Ich muss jetzt nicht zwangsläufig 200 Leute haben. Ich hätte lieber die richtigen 30-40 Leute da sitzen, die tolles Zeug machen.

Wir haben jetzt diesen Trip nach Prag gemacht. Das ist so ein Zurückgeben für das was sie machen. Wir haben ein termingebundenes Projektgeschäft, da muss einfach geliefert werden und das heißt manchmal auch über das normale Maß hinaus. Dass sich die Leute dabei mit Respekt und Offenheit begegnen und sich wertschätzen finde ich ganz wichtig. Finde ich viel wichtiger als Größe. Ich muss jetzt nicht zwangsläufig 200 Leute haben. Ich hätte lieber die richtigen 30-40 Leute da sitzen, die tolles Zeug machen. Das finde ich gut.

PV:
Du wirkst sehr gelassen und auch zufrieden. Ist das so?
RK:
Das ist schon so. Ich höre das tatsächlich öfter. Ich mache mir um Sachen keinen Kopf, die ich sowieso nicht ändern kann. Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen, die auch so eine Energie haben wie ich. Dann kann man das Ganze auch gelassen angehen.
PV:
Hast du einen besonderen Weg, um die richtigen Leute für deine Projekte zu finden?
RK:
Ich persönlich versuche bei den Leuten ein gutes Bauchgefühl zu haben.

Ich persönlich versuche bei den Leuten ein gutes Bauchgefühl zu haben. Finde ich viel wichtiger als zu sagen, der hat die oder die Qualifikationen. Die Leute, mit denen ich zusammen arbeite, ticken schon sehr ähnlich. Wir gucken uns mit mehreren Leuten die Bewerber und die möglichen Konstellationen an und dann machen wir meist einen guten Griff. Wir haben auch mal daneben gegriffen. Dann muss man sich eben wieder trennen. Finde ich jetzt auch nicht so dramatisch. So ist nun mal das Leben. Ich glaube einfach, wenn man ein Stück Menschenkenntnis hat und die anderen zur Hilfe nimmt, kommt man schon an die richtigen Leute ran. Wir besprechen das intern gemeinsam. Was nützt es, wenn mir jemand gefällt und die anderen finden den völlig daneben. Dann funktioniert es nicht.

PV:
Was bist du denn von Natur aus? Gemeinschaftsmensch oder Einzelgänger?
RK:
Ich bin schon Gemeinschaftsmensch. Ich habe 25 Jahre Fußball in einem Verein gespielt. Das hat mich sehr geprägt. Da war vom Medizinstudenten bis zum Metzgermeister alles dabei. Ich kann gut mit Leuten umgehen und die auch zusammenhalten. In so unserem kreativen Gewerbe ist das nicht viel anders. Da ticken die Leute auch unterschiedlich. Gute Teams zusammenzubringen, die zu führen und denen den Raum zu geben sich zu entwickeln, das ist schon mein Ding.
PV:
Empfindest du dein Unternehmerdasein als sinnvoll?
RK:
Mich stört ein bisschen das Bild, das von Unternehmern oft gezeichnet wird.

Ja, ich finde schon. Wo wären wir wirtschaftlich und gesellschaftlich, wenn es die Unternehmer nicht gäbe? Mich stört ein bisschen das Bild, das von Unternehmern oft gezeichnet wird, der Kapitalist, der die Leute ausbeutet. Das finde ich total schwachsinnig. Das ärgert mich persönlich auch. Die Unternehmer, die ich kenne, die sind in aller Regel ganz verantwortungsvolle Leute, die sich um ihre Mitarbeiter kümmern. Die natürlich auch gutes Geld verdienen wollen, was legitim ist. Aber wo kannst du dir die Taschen voll machen, deine Mitarbeiter übervorteilen und die spielen auch noch mit? Das ist bei Schlecker gerade grandios gescheitert, während dm mit seiner tollen Unternehmenskultur sehr gut dasteht.

PV:
Hast du einen Rat für junge Menschen, die nicht wissen, wo es für sie hingehen soll?
RK:
Ich denke, man sollte das machen, was einem Spaß macht und man sollte immer offen bleiben.

Folgt eurer Leidenschaft und achtet nicht darauf, welcher Beruf in den nächsten drei Jahren besonders erfolgversprechend erscheint oder die meisten Chancen bietet. Ich denke, man sollte das machen, was einem Spaß macht, wo man Bock drauf hat und man sollte immer offen bleiben. Die Jule bei uns ist 21 und schon mit dem Studium fertig. Da denke ich, warum soll die nicht erstmal ein Jahr in der Agentur bleiben und danach work + travel machen, andere Länder kennen lernen, um dann für sich irgendwann zu wissen was sie machen will.

PV:
Was ist dir sonst noch wichtig?
RK:
Ich finde es total wichtig für etwas zu stehen, auch mal den Rücken durchzudrücken und eine Meinung oder Haltung zu Dingen zu haben, vor allen Dingen natürlich für das eigene Tun. Sich die Unabhängigkeit im Kopf zu bewahren, das finde ich ganz wichtig.
PV:
Lieber Rainer, vielen Dank für das Gespräch.

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